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Eine Frau berichtet über ihre schlimmste Zeit im Leben: Andrea

Die schlimmste Zeit meines Lebens

Ich machte 2004-2005 Therapie in einer Klinik

nach dem § 64 (Zwangstherapie). Was dort so

ablief, möchte ich -heute nach 2 Jahren-endlich

öffentlich aussprechen!

Das ganze ist nun über 2 Jahre her. Als ich in

dieser Klinik war, sagte ich denen, das ich im

Internet veröffentlichen werde, was für grausame

Zustände dort herrschen. Sofort drohte man mir,

ich würde dann eine Anzeige wegen"Geschäfts

schädigung" bekommen! Aber ich bin der Meinung,

das andere wissen sollen, das es so was gibt. Und

ich schreibe deswegen auch keine Namen und nicht

den Ort,aber lest selber,was ich durch gemacht

habe:

Ich wurde 2004 in diese Klinik gebracht. Ich nehme

an, das das Gericht keinerlei Ahnung hat, was dort

abläuft. Denn sonst-so denke ich- würde das Gericht

niemand dort hin schicken. Es hiess, ich solle zwei

Jahre die Therapie dort machen, danach käme ich

frei. Aus diesem Grunde liess ich mich dauauf ein.

Als ich dort ankam, dachte ich,mich trifft der Schlag.

Ich wurde in eine Art Eingangshaus gebracht. Dort

waren einige Zellen.Die Zelle in die ich kam, war sehr

verdreckt. Die Wände verschmiert und Gitter an den

Fenstern. Sah man hinaus, hingen Unterhosen in den

Gebüschen! Es lag jede Menge Dreck dort...

Dann kam eine sehr strenge Ärztin rein. Sie führten

mich in das Nebenzimmer, was eine ziemlich unge

pflegte 2er Dusche war. Dort musste ich mich aus

ziehen. Ich hätte los weinen können, so erniedrigt

und gedemütigt fühlte ich mich. Kein nettes Wort !

Nach dieser Untersuchung musste ich wieder in diese

dreckige Zelle.Ich bereute schon, her gekommen zu

sein. Am nächsten morgen dann brachte man mich

in Handschellen in diese "Therapiestelle", wo mich

der nächste Schlag traf! Dort war alles voller Stachel

drahtzaun und die anderen Zicken gafften wie blöde

aus den Fenstern. Ich war fix und fertig von alledem.

Drin dann ging es grad so weiter. Man tat mich in ein

4 er Zimmer. Auch das noch, dachte ich entsetzt. Was

das wohl wird...

Eine nette Frau lernte ich gleich kennen,Eva, sie saß

im Rollstuhl, aber ich merkte, sie war ok. Sie sagte,

das sie schon sehr lange da sei. Und ich sagte, ich

käme ja nach 2 Jahren wieder raus. Da erklärte sie

mir, das ich das vergessen könne.....

Mein Urteil war 4 1/2 Jahre Gefängnis. Mir wurde

gesagt, nach 2 Jahren Bewährung käme ich frei. Und

nun kam es noch viel härter...

Ich lernte einige der Mitarbeiter dort kennen. Und

da ich nun misstrauisch geworden war, fragte ich

direkt, was da dran sei und das ich nach spätestens

2 Jahren nach Hause wolle. Hr.R.dort, ein sehr harter

und unfreundlicher Mensch nahm mir sofort den Wind

aus den Segeln und ohne mit der Wimper zu zucken,

erklärte er: wenn ich 4 1/2 J.Gefängnis hätte, müsse

ich 2 Jahre dazu rechnen! Im Klartext hiess das, ich

müsste statt 4 1/2 Jahren 6 1/2 Jahre dort bleiben!

Das war zuviel für mich!Seit der Zeit weinte ich nur

noch. Immer öfter dachte ich an Selbstmord. Und es

war so, daskeine der Mitarbeiter dort ein Interesse

hatte zu wissen, warum ich so unglücklich bin, oder

zu wissen, wie es mir geht. Sie stopften mich mit

Tabletten voll. Aber deswegen ging es mir auch nicht

besser.Ich wollte hier raus!

Die anderen Tussen dort machten ständig Zicken

alarm und Stress. Das hielt ich im Kopf nicht aus.

Ständig legten sich welche mit mir an und ich bin

keinMensch, der sich was gefallen lässt. So wehrte ich

mich. Es am so oft zum Streit. Und immer hiess es

von den Mitarbeitern,es wäre nur meine Schuld!

Die konten mit mir alles machen, sie bekamen immer

Recht.Das belastete mich sehr.Und die Tatsache, das

es dort keine Rückzugmöglichkeiten gab, war arg.

Man konnte sich nirgendwo hin zurück ziehen. Was

dort verlangt wurde ging über keine Kuhhaut. Wenn

man eine eigene Meinung hatte, war das nicht ok.

Und jeden Dienstag war die sogenannte "Visite". Man

musste in einen Raum, wo viele Mitarbeiter drin saßen.

Dort wurde erwartet, das man irgendwelche Themen

erarbeitet und "verinnerlicht"hat. Man musste dann

erzählen. Und jede hatte Angst vor dieser Visite. Weil

jede Angst hatte, was falsch zu machen. Ich hasste

es auch!

Eine solch hohe Anforderung wurde an uns Frauen

dort gerichtet, das jede Angst hatte vor Dienstagen.

Die Zimmer dort waren immer 4er oder 6er Zimmer.

Und das ständige Gezicke und "wer putzt heute" ging

mir so sehr auf die Nerven. Es musste jeden morgen

geputzt werden.

Danach fingen Morgenrunde ,Frühstück und danach

Gruppen an. Bis Mittags.Manchmal auch Nachmittags.

Es gab dort auch Arbeitstherapie und Sport. Aber es

war alles so voller Zwang und Druck. Man hatte dort

keine Rechte.

Post wurde zensiert. Das heisst, sie entschieden, welche

Post Du bekommst, oder welche Du raus schickst, oder

nicht.

Ich hatte einen Brief von meinen Eltern. Ich setzte mich

hin und schrieb seitenlang was los war, warum ich hier

war. Er warehrlich geschrieben. Man musste die Post

offen abgeben. Ich gab ihn ab. Mittags bekam ich ihn

dann wieder, "der Brief geht nicht raus".Ich zeigte ihn

dann einer Mitkollegin und prompt stand die Frau in der

Tür und gab mir einen roten Punkt! Ich hätte nicht das

Recht meine Post anderen dort zu zeigen!

Es wurde immer schlimmer...

Eines Tages wollte ich einen Brief an einen Anwalt weg

schicken. Es sollte an einen zweiten Anwalt sein. Da ich

mir keiner Schuld bewusst war, liess ich den Brief offen

und gab ihn ab. Ich war gerade in Stufe 1c gestuft worden.

Auf einmal wurde ich ins Büro gerufen!

Dort sassen einige von den Mitarbeitern und sahen mich

finster an. Ich war erschrocken, weil ich gar nicht wusste,

was da los war. Sofort wurde ich angemotzt, ob ich wisse,

weswegen ich da war. "Ne"sagte ich.

Nach langem Zögern erklärte man mir,ich hätte mich wegen

Betruges "strafbar"gemacht. Ich dachte, mich streift ein

Bus!!! Ich fragte dann"inwiefern"???Dann endlich erklärten

sie mir, was sie meinten. Wie lächerlich. Was hatte ich denn

getan,doch nichts! Und das sagte ich auch. Nein,ich konnte

und wollte das nicht verstehen. Sie stuften mich zurück auf

Stufe"o". Ich musste meine Matratze nehmen und in so ein

enges Zimmer gehen, was nicht größer als ein Saustall war!

Dort-so sagten sie-solle ich mir Gedanken machen über den

"Betrug".Und ich solle darüber schreiben. Ich hätte kotzen

können vor Wut! Dtufe Null hiess:

-nicht telefonieren dürfen

-nur 1 Stunde Hofgang

-kein Besuch!

Und das war ganz schlimm.Man bedenke,ich hatte vor der

Zeit in Hadamar 8 Monate U-Haft gehabt. Und nun nahm man

mir schon wieder alles. Ich hatte mir so viel Mühe gegeben.

Und nun steckten sie mich in Stufe Null und unterstellten

mir "Betrug"!!!

Damit noch nicht genug! Eine andere Frau unterstellte mir,

ich hätte ihr Kaffee und Tabak gestohlen. Ich wurde ins Büro

gerufen und dort sassen Hr.R.und Fr.K. und sofort wurde ich

von Hr.K.angeschrien,ich hätte gestohlen. Ich hatte es nicht

getan. Und ich versuchte es auch zu erklären. Aber man liess

mich nicht ausreden. Stattdessen drohte mir Hr.K.:

"...ein Wort zu den Mitpatienten und wir bringen Sie ins Gefäng

nis zurück!"

Und ich hatte doch so das Bedürfnis mit jemand zu sprechen!

ich habe nur noch geweint. Und immer wieder dachte ich an

SElbstmord. Und dazu kam die ständige Angst, ich müsse in

diesem Sauhaufen 6 1/2 Jahre bleiben."ich komme hier nie

wieder raus!" Das ging ständig in mir vor. Ich wurde damit

nicht fertig. Ich war nervlich sowas von am Ende. Und es war

keiner für mich da,mit dem ich hätte offen reden können. Das

war noch am schlimmsten.

Und die Mitarbeiter dort waren sehr kalt und verstanden nix.

Hr.K.war besonders aggressiv in seiner Art. Mit ihm hatte ich

mal Streit. Und da machte er Anstalten, als wolle er auf mich

los gehen. Da sagte ich zu ihm nur:

"da wo andere ein Herz haben, ist bei Ihnen ein Backstein!"

Bei ihm hatte ich gleich zu Anfang gemerkt, das er mich nicht

mochte. Und Fr.K. die Therapeutin wirkte auch sehr aggressiv.

Eine Mitkollegin dort sagte mal zu mir, sie habe Angst, das

Fr.K.sie mal schlage. Dauernd schrien sie rum.

Seit sie mich auf Null gestuft hatten,gab es nur noch Ärger.

Mein Verlobterdurfte mich nicht mehr anrufen. Und gerade

dieser Anruf von ihm tat mir so gut. Ich litt fürchterlich. Und

durch diese Tabletten hatte ich bei kleinen Anstrengungen

Schweiss-Ausbrüche. Mein Kreislauf sponn wie verrückt und

obwohl sie es sahen, liessen sie mich in der Hitze schwere

Giess-Kannen schleppen.

Eines Tages ging es einfach nicht mehr. Ich beantragte den

Seelsorger. Es war ein ganz lieber Mann. Er verstand mich

und ging auf mich ein. Ich macht ihm klar, das ich am Ende

meiner Kräfte war!

Er kam dann ganz oft. Er zündete eine Kerze an und legte

Laub um die Kerze. Laub, das er in der Freiheit geholt hatte.

Jede Minute tat mir gut, mit ihm zu sprechen.

Das war noch nicht alles. Wie schon erwähnt, gab es oft

Zickenalarm. Und eine Tussie davon meinte es besonders

schlecht mit mir...

Ich sass am puzzeln in der Eß-Stube und ahnte nichs von

dem, was jetzt kommen würde. Plötzlich sprang sie auf,

rannte ins Büro und erzählte dort, ich hätte in der Nase

gebohrt und "es"unter den Tisch geschmiert!!!!! Und ab

da -man glaubte mir ja sowieso nie- isolierte man mich!

Man muss sich vorstellen, es gibt dort einen langen Gang.

Der hintere Teil (mit dem Saustall Zimmer!!!) war da, wo

das Team Büro lag. Der andere Teil, wo die Eß-Stube und

die Küche war...

So,nun unterstellten diese Weiber mir das und das Team

glaubte denen,wem sonst...Und ab da durfte ich mir kein

Brot mehr selber schmieren! Eine von den Zicken musste

es dann abwechselnd tun. Und Mittags durfte ich mir nie

selber essen einschenken,die Zicken bestimmten, wie

viel und wann ich was bekam!

Und:

Ich durfte mich nur noch im hinteren Teil des Ganges auf

halten!!! Ich durfte nicht mehr alleine durch den Gang!

Nicht mal Kaffee holen durfte ich mir alleine! Schlafen

musste ich wieder in diesem Saustall Zimmer.

Ich durfte kein Fern sehen,nix!

Es war soweit, das ich nicht mehr konnte! In meiner

Verzweiflung erkundigte ich mich ach der Adresse des

zuständigen Richters. Unter vielen Tränen schrieb ich

ihm seitenlang. Ich wusste nicht mehr weiter. Alle

trampelten 14 Monate auf mir rum. Ich dachte nur noch

an Selbstmord. Ich hatte keine Lust mehr zum Leben.

Alles Rechte hatte man mir dort genommen. Wie sollte

ich das noch länger aushalten?

Ich gab den dicken Brief ab. Am nächsten morgen rief

man mich ins Büro und sagte mir spöttisch:

"Sie brauchen nun keine Angst mehr zu haben,

wir tun Sie zturück ins Gefängnis!"

Das dauerte aber noch mal eine Zeit lang. Dann hiess

es hart"packen Sie Ihre Sachen, Sie werden gleich

geholt!"

Ich packte schnell.Ich kam dann nach Zweibrücken.

Dort nahmen mich sofort der Psychologe Hr.Klein

und Frau Olschewsky herzlich unter ihre Fittiche.

Beide stellten fest, das ich nervlich völlig am Ende

war. Beide gaben mir durch Gespräche Kraft ubd neuen

Mut. An dieser Stelle möchte ich den beiden danken!

Ich musste noch 1 1/2 Jahre in ZW bleiben. Nach einer

Zeit ging ich dort in die Arbeitstherapie. Ich nahm

weiter an Gesprächen teil. Was mir sehr gut tat.

Ich atte dort eineEinzel-Zelle,damit ich endlich zur Ruhe

kam,meinte der Psychologe Hr.Klein. Und was ganz

eigenartig war, immer mehr Frauen in Zweibrücken

kamen auch aus der selben Klinik. Und es war keine

dabei, die was gutes sagen konnte. Übrigens, meine

"Peinigerin",die mir unterstellte, ich hätte in der Nase

gepobelt, die kam auch nach Zweibrücken! Als ich das

hörte, sagte ich, das ich ihr eine rein hauen werde. Ich

hatte das fest vor. Aber als ich sie sah, da sah ich, das

auch sie fertig war und ich brachte es nicht übers Herz,

ihr eine rein zu hauen.

Ich kam nach über 3 Jahren in Therapie. Aber diesmal

in eine gute Therapie. Erst hatte ich Schiss und auch

die Angst, das es wieder so schlimm wird. Aber man

nahm mich dort auf. Es war die Ludwigsmühle in

Lustadt. Und der dortige Arzt, Dr.Novak kümmerte sich

sehr gut um mich. Auch die anderen dort. Und ich bereue

nicht, diese Therapie dort gemacht zu haben.

Mittlerweile habe ich eine hübsche kleine Wohnung.

Dort geht es mir gut. Keine Gedanken mehr an Drogen

oder Selbstmord!In der Ludwigsmühle habe ich das

Lachen gelernt. Ich hatte es über Jahre verlernt.

Auch allen Mitarbeitern der Ludwigsmühle möchte

ich hier danken!

Ich habe dort viel gelernt. Ich mache zur Zeit noch

ambulante Therapie und das ist ok.Was halt ganz

schlimm ist, ich habe ganz massive Eß-Störungen

und habe innerhalb kürzester Zeit 14 Kilo abgenommen.

Heute morgen lag ich auf dem Bett. Da fiel mir wieder

diese schlimme Zeit ein. Und ich überlegte, ob ich es

nicht einfach schreiben soll....

Das war das Beste. Denn ich bin der Meinung, das

andere auch wissen sollen, was in so einer Klinik

alles sein kann. Und glaubt mir, die schlimmste Zeit

meines Lebens verbrachte ich 14 Monate in dieser

seltsamen KLinik. Ich habe lange Zeit danach nicht

richtig reden können drüber. Nun, nach über 2 Jahren

tat ich es. Wenn jemand Fragen hat, kann er sie mir

ruhig stellen. Vielleicht war ja auch jemand von Euch

dort und kann sich denken, welche Klinik ich meine?

Was mir noch dazu einfällt: auf dem Weg zur Arbeit

wird man mit Fuss-Fesseln zum Bus gebracht.Und vom

Bus aus mit Fuss-Fesseln in die Arbeit!Das wollte

ich noch dazu gesagt haben. Also Leute, seht zu, das

Ihr nie kriminell werdet mit Drogen. Ruckzuck ist

man in so einer Klinik. Und wenn Ihr Fragen habt,

dann richtet sie hierher, Kontakt nir über mich:

Trucker-lady1@t-online.de